
Battlefield 3 - wohl eines der heißesten Spiele momentan. Der Gamer muss eine Software auf dem PC installieren, die eine Raubkopie des Spieles ausschließt und (fast) unmöglich macht. Aber die Software checkt den Computer nicht nur auf Raubkopien sondern auch auf persönliche Daten. EA sprengt sich zudem selber mit einer Granate in die Luft. Der Shooter in der PC-Version wird via der Plattform Origin betrieben. Nutzer müssen eine gleichnamige Software auf ihrem PC installieren, um Battlefield 3 spielen zu können. Diese Methode ist dafür gedacht, dass Raubkopien nicht auftauchen und der Publisher einen besseren Gewinn hat. So schlimm ist das Ganze nicht, wenn Origin doch nur die Installation von geklauten Spielen prüft. Stattdessen ist das Tool zu ganz anderem fähig, wie es Videos von Origin-Nutzern auf dem Videoportal YouTube zeigen. Sobald das Programm von EA installiert ist, beginnt das Programm nicht nur auf Raubkopien zu überprüfen, sondern arbeitet an der kompletten Festplatte im Rechner. Ein Youtube-Nutzer zeigt, dass das Tool sogar sein Steuerprogramm und seine synchronisierten SMS gescannt hat. Origin soll bereits schon anfangen zu spionieren, bevor Käufer den Nutzungsbestimmungen zugestimmt haben. Ein Käufer, der das Spiel für den PC kauft, sollte sich das nochmal überlegen. Für die Gamestar hat der Rechtsanwalt Thomas Schwenke die Lizenzvereinbarung (EULA) durchforstet. Seiner Aussage nach ist das Tool ein "Kopierschutz durch die Hintertür", den man auch als "Spyware" (ein Programm das als Spähprogramm oder als Schnüffelsoftware, Spionage benannt wird) bezeichnen kann. Nutzer stimmen in den Nutzungsbedingungen zu, dass das Tool automatisch, ohne den Spieler extra zu benachrichtigen, den Rechner über alle EA-Produkte prüfen kann. Außerdem steht in den Nutzungsbedingungen, dass die Anwendung Informationen über deinen PC, deiner Hardware (Beispielsweise CPU, RAM etc.), Medien, Software (Beispielsweise ein Webbrowser) und deine Nutzung der Anwendung benutzen kann, um ein Lizenzrecht zu prüfen. Diese Klauseln sind für Rechtsanwalt Thomas Schwenke widerrechtlich und somit unwirksam. Außerdem existiert eine Klausel, dass EA über die Anwendung stattfindenden Kommunikationen überwachen kann und Informationen veröffentlichen darf, welche EA für nötig hält. Nachdem es zu einigen heftigen Protesten von Käufern und Nutzern kam, sowie katastrophale Bewertungen bei Amazon und weiterem, hat EA die Klausel in deren EULA gestrichen und andere angepasst. In der Online zu lesenden Endbenutzer-Lizenzvereinbarung sind dennoch die oben genannten Ausschnitte zu finden. Electronic Arts ist der Meinung, dass es rechtens sei, das deutsche Recht auszuhebeln und dass englische Gesetze gelten. Laut Rechtsanwalt haben Käufer ein Recht darauf, das Spiel aufgrund der genannten Mängel zurückzugeben. Der volle Kaufpreis muss erstattet werden. Datenschutzbeauftrage in NRW haben sich den Fall EA anscheind auch angenommen. Bisher nahm Electronic Arts keine Stellung. In der Netzwelt treten inzwischen immer mehr Gerüchte über BF 3 auf. Eines von vielen Gerüchten ist, dass das Spiel auch über Steam vertrieben werden kann. Die Spieler, die wegen Origin auf das Spiel verzichten sowie das Entwicklerstudio Dice, würden sich darüber sehr freuen.
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